Teil des
klinischen
Ablaufs

Informationen über Hirntumore

Was ist ein Hirntumor?

Ein Hirntumor ist eine Geschwulst im Schädel, die sich i.d.R. aus dem Gewebe des Gehirns selbst (ein sog. hirneigener oder primärer Hirntumor), den angrenzenden Hirnhäuten oder als Absiedlung eines anderen Organs (Metastase) gebildet hat.

Diagnose

Beim Auftreten neurologischer Symptome ist ein Arzt aufzusuchen. Dieser untersucht den Patienten und erfragt die detaillierte Krankengeschichte. Falls der Verdacht auf einen Hirntumor besteht, wird eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt, um in das Gehirn hineinzusehen.

Behandlungsplanung

Der Behandlungsplan wird von einem neurochirurgischen Team zusammen mit dem Patienten erstellt. Wird die Möglichkeit einer operativen Behandlung diskutiert, ist neben der genauen anatomischen Lokalisation der Geschwulst, die Lage des Tumors in Relation zu den wichtigen Funktionszentren von entscheidender Bedeutung.

Während die anatomische Position des Tumors im Gehirn routinemäßig auf Basis der MRT Untersuchung bestimmt werden kann, ist dies für die Lage der wichtigen Funktionsareale nicht möglich, da die Lage dieser schon beim Gesunden erhebliche individuelle Unterschiede aufweist. Ein wachsender Tumor führt durch seinen Masseneffekt zu zusätzlichen Veränderungen der Anatomie. Weiterhin kann die Geschwulst auch im Gehirn des Erwachsenen zu Plastizität, also der Verschiebung von Funktionsarealen, führen. Ohne die Erstellung einer individuellen Kartierung der Funktionsareale ist eine objektive Nutzen/Risiko-Abwägung und Behandlungs- entscheidung häufig nicht möglich.

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